Monat: Februar 2026

Die Bibel in gerechter Sprache online

Die Bibel in gerechter Sprache ist eine online frei zugängliche Bibelübersetzung. Sie will dabei dem Ausgangstext in heutiger Sprache „gerecht“ werden, nicht nur sprachlich, sondern auch inhaltlich.

Die Herausgebenden wie Übersetzenden fühlen sich dem Grundsatz verpflichtet, dass die Übersetzung „in dem Moment revisionsbedürftig (ist), in dem sie erscheint.“ Sie laden daher ein zum Gespräch, zur Diskussion und zur Weiterarbeit in verschiedenen Formen und an verschiedenen Orten. Das kooperative Projekt ist spendenfinanziert.

Die folgenden Gerechtigkeitsdimensionen stehen im Fokus:

Forschungsgerechtigkeit

42 Übersetzerinnen und 10 Übersetzer verantworten jeweils die von ihnen übersetzten biblischen Bücher. Sie stehen namentlich dafür ein, dass die Übersetzung dem Stand der wissenschaftlichen Diskussion gerecht wird.

Der biblische Begriff der Gerechtigkeit

Der biblische Begriff der Gerechtigkeit unterscheidet sich von dem der heutigen Alltagssprache dadurch, dass er zuerst eine Handlung bezeichnet, und zwar eine, die auf Befreiung aus unterschiedlichen Notlagen resp. Unfreiheiten zielt. Für eine Bibelübersetzung heißt das, dass die befreienden Aspekte der Texte in heutiger Sprache wieder erkennbar werden sollen.

Geschlechtergerechtigkeit

Die Bibel entstammt einer massiv patriarchalischen Welt und ihre Sprache ist davon weitgehend geprägt. Aber gerade deshalb ist es so spannend zu entdecken wie Gottes Gerechtigkeit auch hier Dinge verändert. Beispiel: Paulus gewinnt in Athen „einige Männer“, zwei Namen werden genannt und „einer“ ist eine Frau (Apg 17,34). Solche, oft verborgene, Präsenz von Frauen wird entsprechend unserer heutigen Sprache durchgängig sichtbar gemacht. Dazu kommt, dass „der“ eine Gott nach biblischem Verständnis „kein Mann“ ist (Hos 11,9). Dem wird versucht, gerecht zu werden.

Gerechtigkeit gegen die jüdische Herkunft

Seit der Mitte des 2. Jahrhunderts war christliche Theologie fast ausnahmslos gegen das Judentum gerichtet. Das wirkte sich bis in die Bibelübersetzungen aus und war in der Sache wirklich ungerecht. Beispiel: In der Bergpredigt wird die Lehre Jesu durch die übliche Wiedergabe mit „Ich aber sage euch“ dem jüdischen Gesetz anscheinend entgegengesetzt (Mt 5,22.28). Doch zielt die Formulierung selbst nicht auf einen Gegensatz und inhaltlich wird die stark betonte Kontinuität zur Tora nicht beachtet (5,17-19). Sachgemäßer also ist: „Ich leg euch das heute so aus“. Die Bibel in gerechter Sprache bringt viele derartige Erkenntnisse aus dem christlichen-jüdischen Dialogs erstmals in eine Bibelübersetzung ein.

Gerechtigkeit für die großen Begriffe

In der heutigen deutschen Sprache stammen die meisten großen religiösen Begriffe aus der Lutherbibel und sind inzwischen weit von den konkreten Bedeutungen der Ausgangstexte abgerückt. Es ist eine Eigenart dieser Übersetzung, dass sie den Versuch macht, hinter den biblischen Zentralwörtern und ihren traditionellen Übersetzungen (man denke an „Herz“, „Gnade“, „Herr“ usw.) wieder die ursprüngliche Bedeutung offen zu legen. So wird das üblicherweise mit „Seele“ wiedergegebene Wort (néfesch) vielfach auf seine Grundbedeutung „Kehle“ zurückgeführt oder mit „Leben“ übersetzt, für das sie ein einleuchtendes Bild ist. Ein Glossar macht solche Entscheidungen und damit auch den Zusammenhang der neuen Wiedergaben mit der traditionellen religiösen Sprache auch ohne Kenntnis der alten Sprachen nachvollziehbar und überprüfbar.

Die Übersetzung kann im Volltext durchsucht werden. Zusätzlich kann nach einzelnen Bibelstellen gesucht oder nach Altem und Neuem Testament oder einzelnen Büchern gefiltert werden.

Außerdem stellt die Plattform die Erzählbibel als Volltext-PDF zur Verfügung. Desweiteren stehen Exegetische Impulse, Erklärungen des Herausgabekreises, Lese- und Hörproben sowie viele weitere zusätzliche Dokumente und Informationen zum Download bereit.

Die Inhalte werden laufend ergänzt und aktualisiert.

Sie haben Fragen? „FragdieUB“ antwortet!

Sie haben Fragen an die UB – und Sie wollen nicht bis zu den nächsten Servicezeiten warten? Es ist Ihnen gerade unangenehm, uns deswegen anzusprechen? Oder Sie können uns gerade nicht kontaktieren?

Dann nutzen Sie unseren KI-Chatbot „FragdieUB“ . Er gibt Ihnen einen ersten Überblick über die Informationen zu unserer UB – und das unabhängig von unseren Öffnungszeiten oder dem Ort, an dem Sie sich gerade befinden. Sie sollten sich dazu jedoch entweder über das Uni-WLAN oder von zu Hause aus über VPN in das Netzwerk der Uni eingeloggt haben.

Der Chatbot funktioniert dabei als interaktives FAQ. Er kann einfache Fragen beantworten. Wenn Sie etwas nicht verstehen oder etwas genauer wissen wollen, fragen Sie einfach im Chat noch einmal nach – so wie Sie das von anderen Chatbots gewohnt sind.

Vorsicht allerdings: Texte können Sie damit nicht formulieren oder sich Kochtipps geben lassen: Der Bot gibt nur Auskunft zu den UB-Diensten. Und für die Literatursuche ist natürlich weiterhin der HilKat für Sie da.

Sollten Sie jedoch komplexere Fragen haben, dann wenden Sie sich auch weiterhin an unsere Mitarbeitenden. Sie stehen Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite!

IFCMA Climate Policy Database: Instrumente zum Klimaschutz

Zwei Hände umfassen eine Weltkugel, die zum Teil mit Moos überwachsen ist. Außerdem sieht man das Logo der OECD.

Die IFCMA Climate Policy Database klassifiziert und beschreibt systematisch Klimaschutzmaßnahmen und klimabezogene Strategien in den Mitgliedsländern der IFCMA (Inclusive Forum on Carbon Mitigation Approaches). Ihr Aufbau soll ein besseres Verständnis der Vielfalt von Klimaschutz- oder klimarelevanten Strategien ermöglichen und neue empirische Analysen und gegenseitiges Lernen erleichtern.

Die IFCMA Climate Policy Database bietet detaillierte Informationen zu mehr als 1600 einzelnen politischen Instrumenten. Die Datenbank ist frei zugänglich.

IFCMA

Das „Inclusive Forum on Carbon Mitigation Approaches“ (IFCMA) ist eine von den Mitgliedsländern getragene Initiative, die von der OECD koordiniert wird. Sie bringt OECD- und Nicht-OECD-Länder zusammen, um Klimaschutzmaßnahmen durch einen besseren Daten- und Informationsaustausch, evidenzbasiertes gegenseitiges Lernen und einen inklusiven multilateralen Dialog zu unterstützen.

Die IFCMA Climate Policy Database bietet:

  • eine klare Typologie zur Einteilung der politischen Instrumente in Kategorien
  • detaillierte Informationen zur Gestaltung und Umsetzung der Politik
  • validierte Daten zur Erhöhung der Genauigkeit

Die untersuchten Instrumente sind in die Kategorien Subventionen, Steuern, Handelssysteme, Leitungsstandards, Technologiestandards, Rahmenregelungen, Informationsinstrumente eingeteilt.

Bildliche Darstellung der angewendeten Klimaschutzmaßnahmen am Beispiel Schweden.

Die Daten können im Dashboard als graphische Darstellungen erkundet oder als Excel bzw. CSV Datei heruntergeladen werden.

OECD

Die „Organisation for Economic Co-operation and Development“ (OECD) ist eine internationale Organisation, die sich für bessere Politik und besseres Leben einsetzt. Ihr Ziel ist es, eine Politik zu gestalten, die Wohlstand, Gleichheit, Chancen und Wohlergehen für alle fördert.

Ihr Hauptziel ist die Beratung und Unterstützung der 38 Mitgliedsstaaten bei der Etablierung internationaler Standards und einer daraus folgenden stärkeren, gerechteren und nachhaltigeren Gesellschaft.

Die Lange Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten am 5. März

dunkler Nachthimmel mit Sternen, dem Titel "Die Lange Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten" und dem Logo des Lese-und-Schreibzentrums

Die Hausarbeit ruft und das Abgabedatum rückt näher? Dann seien Sie herzlich zur Langen Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten eingeladen! Sie findet am Donnerstag, den 05.03.2026, von 18–24 Uhr am Bühler-Campus (Neubau) statt.

Das Motto ist: Gemeinsam schreiben statt allein verzweifeln!

Freuen Sie sich auf:

  • Kaffee, Tee & leckeres Snack-Buffet
  • Unterstützung durch die Tutor*innen vom Lese- und Schreibzentrum
  • Tipps zu Lesestrategien, Zitieren & Schreibprozess
  • Beratung zu qualitativen Forschungsmethoden
  • Korrekturberatung in entspannter Atmosphäre

Kommen Sie vorbei, bringen Sie Ihr Schreibprojekt mit und machen Sie den nächsten Schritt – das Team des Lese- und Schreibzentrums freut sich auf einen produktiven Abend mit Ihnen!

Für die Lange Nacht ist keine Anmeldung nötig.

12. Publication Week im März

Banner für die Veranstaltung mit den Daten 9.-13.03.2026 und dem HInweis auf die Veranstaltenden der TU Clausthal und der Universität Hildesheim

Zum 12. Mal findet vom 9. bis 13. März 2026 die Publication Week statt. Es handelt sich dabei um eine Kooperation der Universitätsbibliotheken und der Graduierteneinrichtungen der Uni Hildesheim und der TU Clausthal. Neben Promovierenden und Promovierten richtet sie sich an alle Interessierten.

In der Publication Week erhalten Sie Informationen und Tipps rund um Themen, die Ihre wissenschaftliche Arbeit an größeren Forschungsprojekten unterstützen.

Wo? Die Workshops werden über BBB angeboten. Der Link zum Raum wird kurz vor der Publication Week per E-Mail verschickt.

Die Themen sind dieses Mal:

  • 09.03.2026, den ganzen Tag: GENUG! BASTA! ZEIT FÜR EINEN GLOBALEN FRAUEN* GENERALSTREIK. Mehr Informationen finden Sie hier.
  • 10.03.2026, 10-12.30 Uhr: „Reading, Comparing, and Organizing Scientific Literature with AI: A Hands-On Workshop Using scienceOS“ with Henri Max Deda (scienceOS)
  • 11.03.2026, 10-12:30 Uhr: „Publizieren mit LaTeX“ mit Jan Braun (TU Clausthal)
  • 12.03.2026, 10-12:30 Uhr: „Hilfe, ich will publizieren!“ mit Prof. Dr. Mario Müller (UB Hildesheim) & Dr. Florian Strauß (UB TU Clausthal)
  • 13.03.2026, 10-12:30 Uhr: „Ethische Kooperation zwischen Betreuten und Betreuenden – Machtmissbrauch und Konflikte von oben und unten ausschließen“ mit Dr. Karin Rasmussen (Coachin)

Melden Sie sich gerne an. Mehr Informationen finden Sie hier.

LitMondays: digitale Workshops

Ihnen fehlt noch Literatur oder Sie wissen nicht, wie Sie diese ordnen können?

Dann sind die LitMondays genau richtig für Sie.

An vier Montagen im März jeweils von 10:00 bis 12:30 zeigen wir Ihnen in digitalen Workshops, wie Sie Literatur finden und diese mit einer Literaturverwaltung ordnen können.

Alle Veranstaltungen finden in Kooperation von Universitätsbibliothek und dem Programm Fachübergreifende Schlüsselkompetenzen (FüSK) statt.

Melden Sie sich bei Interesse direkt über das LSF an!

Hinweis: Den Link zur Online-Veranstaltung erhalten Sie rechtzeitig vor Beginn der Veranstaltung per E-Mail.

Wir hören Sie! Ein Special: Toiletten

Weil zu den Toiletten die meisten Rückmeldungen kommen, sammeln wir hier nun folgend Ihre Fragen und unsere Antworten.

„Ich finde es nicht in Ordnung, dass man nicht auf Toilette gehen kann hier in der Bib.“

Den Frust verstehen wir. Es ist nervig, immer wieder ins F-Gebäude gehen zu müssen. Leider können wir an der aktuellen Situation nichts ändern. Hoffnung macht, dass die Bauarbeiten weitergehen.

„Wann werden die Toiletten in der UB wieder funktionieren?“

Laut Plan sollen die Toiletten ab der zweiten Jahreshälfte wieder zugänglich sein. Natürlich können sich Pläne verschieben. Oft genug passiert Unvorhergesehenes, das wir nicht beeinflussen können. Bisher sind wir aber zuversichtlich, dass die Bauarbeiten so schnell wie möglich voranschreiten.

„Wäre es möglich, die Toiletten nach Abschluss der Renovierung geschlechtsneutral zu beschildern? Als trans Person fühle ich mich unwohl in der Damen- und Herrentoilette und werde oft misstrauisch angestarrt, ich möchte aber auch nicht die barrierefreie Toilette blockieren.“

Es sind vier Arten von Toiletten geplant – einen Bereich für Damen-WCs, einen für Herren-WCs (auch mit Urinal), ein barrierefreies WCs mit Wickelmöglichkeit und eine geschlechtsneutrale Toilette, deren Zugang in der Eating Zone liegen wird.

Diese Entscheidung fiel in Kooperation mit Dezernat 4 (Baudezernat), dem Gleichstellungsbüro und studentischen Vertretungen. Wir sind uns alle bewusst, dass die binäre Aufteilung in Frauen und Männer nicht mehr zeitgemäß ist. Daher versuchen wir, möglichst vielen Bedürfnissen entgegen zu kommen.

„Die Toiletten im F-Gebäude sind so schmutzig.“

Die Toiletten werden zwei Mal am Tag gereinigt. Letztlich liegt es in der Verantwortung von allen, die sie nutzen, sie sauber zu hinterlassen.

„Bitte einen Getränkespender! Im Klo auffüllen ist unhygienisch.“

Diese Rückmeldung hat uns mehrfach erreicht. Ganz können wir sie nicht nachvollziehen. Es sind hohe Wasserhähne geplant, die genutzt werden können, ohne dass die Flasche die Armaturen berührt.

Und auch hier gilt: Alle tragen die Verantwortung, die Toilettenbereiche während ihrer Nutzung sauber zu halten.

Fernleihe nicht möglich

Aufgrund technischer Aktualisierungsarbeiten kann die Fernleihe von Freitag, den 06.02.2026, ab 12:00 Uhr bis einschließlich Sonntag, den 08.02.2026, nicht genutzt werden.

Das betrifft neue Bestellungen über den GVK (Gemeinsamer Verbundkatalog). Fernleihen, die bereits bei uns zur Abholung bereit liegen, können regulär ausgeliehen werden.

Ab Montag, den 09.02.2026, sollte alles wieder wie gewohnt funktionieren.