Autor: ub

Google Scholar: Eine Suchmaschine für wissenschaftliche Texte

Google Scholar sieht aus wie Google, fühlt sich an wie Google, ist aber etwas völlig anderes als die marktbeherrschende allseits bekannte Internetsuchmaschine.

Google Scholar findet wissenschaftliche Artikel aus Fachzeitschriften, Bücher, Präsentationen etc. Dabei werden sowohl frei zugängliche (Open Access) als auch zugangsbeschränkte Dokumente berücksichtigt. Durch eine Zitationsanalyse sind Querverbindungen zwischen Dokumenten sichtbar (was wurde von wem wo zitiert). Ausgehend von einem Suchtreffer kann oftmals auch nach thematisch ähnlichen Beiträgen gesucht werden.

Ob für ein Suchergebnis eine kostenlose Online-Version existiert, ist in der Trefferliste rechts neben dem Suchergebnis direkt erkennbar:

Wenn Sie über das Uni-Netzwerk mit dem Internet verbunden sind (lokal oder via VPN) wird zusätzlich angezeigt, ob die Bibliothek Zugriff auf eine Ressource hat (“Volltext UB Hildesheim” oder “Full View”).

Unter jedem Einzeltreffer befinden sich Links zu Zitationen und ähnlichen Artikeln, soweit verfügbar. Nach Klick auf den Doppelpfeil rechts werden weitere bibliotheksbezogene Optionen angezeigt:

Wenn Sie bei obigem Beispiel auf den Link “Zitiert von …” klicken würden, erhielten Sie eine neue Ergebnisliste, in der nur Titel auftauchen, in denen der Aufsatz “Inklusion – von der Unkenntnis zur Unkenntlichkeit” zitiert wurde:

So können ohne größeren Aufwand Publikationen ermittelt werden, die höchstwahrscheinlich für das Thema ebenfalls relevant sind.
Auch über den Link “Ähnliche Artikel” ist eine Ausweitung der Recherche möglich. Sie erhalten in diesem Fall eine Ergebnisliste, die durch eine automatisierte Volltextanalyse Ähnlichkeiten zwischen Publikationen ermittelt und abschätzt.

Wenn Sie Google Scholar nutzen und gleichzeitig mit einem Google-Konto angemeldet sind, können Sie persönliche Merklisten über “Meine Bibliothek” anlegen.

Als hilfreiche Erweiterung für Chrome und Firefox ist der “Google Scholar Button” verfügbar.

Mit der Erweiterung kann z. B. markierter Text auf einer beliebigen Webseite für die Suche direkt an Google Scholar weitergeleitet werden.

Fazit:
Google Scholar ist durch die vertraute Suchoberfläche einfach zu nutzen. Ein großer Vorteil besteht darin, dass modernste Suchmaschinentechnologie verwendet wird, das Angebot aber von störenden Nebeneffekten wie Werbung frei ist. Der Suchraum ist ausschließlich auf wissenschaftliche Publikationen begrenzt und auch frei zugängliche Volltexte werden – soweit verfügbar – berücksichtigt.

“beck-online” ab sofort auch über VPN nutzbar

Die wichtige juristische Fachdatenbank beck-online war bisher nicht über eine VPN-Verbindung zugänglich. Dies ändert sich ab sofort! Um die Arbeitsbedingungen während der Corona-Krise zu verbessern, ist der Fernzugriff von Rechnern außerhalb des Campusnetzes jetzt mit Hilfe des VPN-Clients möglich.

Hierfür ist eine einmalige Registrierung erforderlich.
Hinweise zur Einrichtung des VPN-Clients erhalten Sie hier >>>

Erweiterter Zugriff auf E‑Books: Cambridge University Press

Während der Corona-Krise bietet der Verlag Cambridge University Press einen erweiterten Zugriff auf E-Books.
Folgende Collections sind ab sofort zunächst bis zum 31.05.2020 verfügbar:

Open Access – Freier Zugang zu Wissen

“Der Begriff Open Access (OA) steht für den unbeschränkten und kostenlosen Zugang zu wissenschaftlicher Information im Internet. Dazu zählen wissenschaftliche Publikationen ebenso wie Forschungsdaten. Mit Open Access verbunden ist der Anspruch, dass die Ergebnisse öffentlich finanzierter Forschung auch für alle Interessierten öffentlich zugänglich sein sollten.”

Universität Wien

Gerade die aktuelle Situation macht deutlich, wie wichtig der freie Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen in digitaler Form ist. Der Anteil von OA-Veröffentlichungen ist mittlerweile sehr stark angewachsen und damit zu einem wichtigen Faktor für die Literaturversorgung geworden.

Auf HilDok, dem Publikationsserver der Universitätsbibliothek Hildesheim, finden Sie derzeit über 500 OA-Veröffentlichungen.

OA-Publikationen werden dezentral auf einer Vielzahl von Plattformen vorgehalten. Zur Erschließung dieser Ressourcen sind deshalb spezielle Suchmöglichkeiten unverzichtbar. Im Folgenden einige Empfehlungen:

  • Informationsplattform Open Access (Allgemeine Informationen zu OA und fachspezifischen Angeboten)
  • BASE (Bielefeld Academic Search Engine) (Von der Universitätsbibliothek Bielefeld entwickelte Suchmaschine, mit der OA-Publikationen gefunden werden können)
  • Directory of Open Access Journals (Das beste Verzeichnis für OA-Zeitschriften. Auch die Suche nach Aufsätzen ist möglich)
  • Directory of Open Access Books: DOAB (es werden ausschließlich OA-Bücher nachgewiesen)
  • Paperity (Fachübergreifende Suchmaschine)
  • Open-Access-Netzwerk (Durchsucht deutsche Hochschulschriftenserver)
  • Zenodo (Von der Europäischen Kommission finanzierte Online-Plattform)
  • OpenAIRE (OpenAIRE = Open Access Infrastructure for Research in Europe – Projekt zum Aufbau einer elektronischen Forschungsinfrastruktur in der Europäischen Union)
  • OAPEN (“Open Access Publishing in European Networks”)
  • CORE (CORE ist ein weltweit agierender Aggregator von wissenschaftlichen Open-Access-Publikationen)
  • Digital Commons Network (Es werden schwerpunktmäßig OA-Publikationen aus dem nordamerikanischen Raum verzeichnet. Die Plattform wird vom Elsevier-Konzern betrieben)

Die Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden, SLUB, hat ebenfalls einen Artikel zur OA-Recherche veröffentlicht, auf den wir gerne verweisen. Sie finden dort insbesondere noch einige interessante Webtools, die für die OA-Suche verwendet werden können.

Erweiterter Zugriff auf E‑Ressourcen: “bibs vs. virus”

Zunehmend bieten immer mehr Verlage und Datenbankanbieter einen erweiterten Zugriff auf ihre bisher ausschließlich kostenpflichtigen Angebote. Kolleginnen und Kollegen der Universitätsbibliotheken in Regensburg und Würzburg verzeichnen und beschreiben entsprechende Angebote in einer Datenbank: “bibs vs. virus”

Relaunch des Webauftritts von De Gruyter

Die Verlagsgruppe De Gruyter gehört zu den wichtigsten E-Book-Anbietern für unsere Universitätsbibliothek. Seit Anfang dieser Woche wurde der lange geplante Relaunch der Website von De Gruyter umgesetzt. Nach anfänglichen technischen Problemen läuft im neuen Design jetzt alles wieder reibungslos und unsere lizenzierten E-Books sind verfügbar.

Sehr erfreulich ist, dass nun die E-Books in den meisten Fällen komplett in einer PDF-Datei heruntergeladen werden können. Bisher war nur ein kapitelweiser Download möglich. Die Nutzung wird dadurch erheblich vereinfacht.

Nachweis von E-Books im Bibliothekskatalog

E-Books sind mittlerweile mitten im Bibliotheksalltag angekommen und bilden auch für unsere Bibliothek einen wichtigen und beständig wachsenden Teil des Medienbestandes. Durch E-Books verändern sich sowohl die Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens als auch die internen Arbeitsläufe in den Bibliotheken selber. Dies zeigt sich besonders deutlich im Bereich der Katalogisierung.

Jede Bibliothek ist bestrebt, Neuerwerbungen aller Art so schnell wie möglich im Katalog der Bibliothek zu erfassen, damit die Medien für die Nutzerinnen und Nutzer “sichtbar” und damit auch nutzbar werden. Für E-Books lässt sich dieser Anspruch jedoch nicht so einfach umsetzen, wie für “konventionelle” Medien.

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Die elektronischen Ressourcen der Bibliothek – ein Überblick

Eine englischsprachige Version dieses Beitrags finden Sie hier …

Neben den üblicherweise in gedruckter Form vorliegenden “klassischen” Bibliotheksbeständen (z. B. Bücher und Zeitschriften) gewinnen elektronische Ressourcen mehr und mehr an Bedeutung und sind aus dem Informationsangebot unserer Bibliothek nicht mehr wegzudenken. Die Nutzerinnen und Nutzer der Universitätsbibliothek (UB) können mittlerweile auf ein reichhaltiges Portfolio von E-Ressourcen zugreifen.

Der folgende Beitrag versteht sich vor diesem Hintergrund als kompakter Wegweiser zu unseren digitalen Bibliotheksbeständen und ihrer Nutzung. Die UB bietet Zugriff auf eine Vielzahl wissenschaftlicher E-Books, elektronischer Zeitschriften (kurz “E-Journals”) und Datenbanken. Als Publikationsplattform für Onlineveröffentlichungen von Universitätsangehörigen betreibt die UB zudem den elektronischen Dokumentenserver “HilDok”.

Lizenzierte elektronische Ressourcen stehen campusweit zur Verfügung – freigeschaltet ist der IP-Adressraum der Universität Hildesheim. Für den Zugriff von Rechnern, die sich außerhalb des Campusnetzes befinden, können Universitätsangehörige eine VPN-Verbindung nutzen. Teilweise ist auch eine Authentifizierung via Shibboleth möglich.

Für frei zugängliche E-Ressourcen gelten diese Beschränkungen nicht.

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„Unpaywall“ ermittelt Open-Access-Versionen kostenpflichtiger elektronischer Zeitschriftenaufsätze

Bei der Suche nach Fachliteratur stößt man früher oder später auf Quellen, die in elektronischer Form in der eigenen Bibliothek nicht verfügbar sind. Der Zugriff scheitert an einer sogenannten “Bezahlschranke”. Ein Aufsatz kann dann nur auf der Webseite des Verlages käuflich erworben werden. Hiermit sind in der Regel sehr hohe Kosten verbunden.
An dieser Stelle kann mit dem Browser-Plugin Unpaywall überprüft werden, ob es eine frei zugängliche Version des gesuchten Artikels gibt.

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Öffnungszeiten der Bibliothek zu Weihnachten und zum Jahreswechsel

Der letzte Öffnungstag der Bibliothek im Jahr 2019  ist Freitag, der 20. Dezember 2019. Die Bibliothek schließt an diesem Tag bereits um 18:00 Uhr.

In der Zeit vom 21. Dezember 2019 bis einschließlich 2. Januar 2020 bleibt die Bibliothek geschlossen.

Auch der Rückgabecontainer ist bis 1. Januar 2020 nicht zugänglich. Wir haben die Ausleihfristen angepasst, so dass während der Schließung keine Leihfristen enden.

Wir starten wieder am Freitag, den 3. Januar 2020 – die Bibliothek ist an diesem Tag jedoch nur bis 18:00 Uhr geöffnet. Unsere regulären Öffnungszeiten gelten dann wieder ab Samstag, dem 4. Januar 2020.