DeepL: Übersetzen leicht gemacht

DeepL ist ein maschinelles Übersetzungssystem, das entwickelt wurde, um anhand künstlicher Intelligenz bessere sprachliche Übertragungen zu ermöglichen. In seiner Basisversion ist es kostenlos.

Das Tool ermöglicht Übersetzungen von und in elf Sprachen:

  • Deutsch
  • Englisch
  • Französisch
  • Spanisch
  • Italienisch
  • Portugiesisch
  • Niederländisch
  • Polnisch
  • Russisch
  • Chinesisch
  • Japanisch

In das linke Textfeld können Texte mit einer Länge von bis zu 5000 Zeichen eingegeben. Auf der rechten Seite erfolgt dann die Übersetzung in die gewählte Sprache.

Alternativ können ganze Word-Dateien oder Power-Point-Folien per Drag and Drop in das Übersetzungsfenster verschoben werden. Nach Auswahl der Zielsprache kann das Dokument dann als komplette Übersetzung im selben Format heruntergeladen werden. Diese Dateien sind mit dem DeepL-Logo versehen. Sie können gespeichert und gedruckt, aber der Text an sich kann weder bearbeitet noch kopiert werden. Dies ist erst in der kostenpflichtigen Variante DeepL Pro enthalten.

Möglich ist zudem die Einstellung des Glossars. Dies bewirkt, dass gewisse Schlagworte auf eine bestimmte Weise übersetzt werden: Ist die englische Bezeichnung “artist” vielleicht im Deutschen als “Künstler” zu umfassend, kann sie im Text durchgehend als “Maler” übertragen werden.

2 Kommentare

  1. Prof. Dr. Bettina Kluge, Übersetzungswissenschaft

    DeepL bringt die maschinelle Übersetzung in der Tat in eine neue Dimension, aber: man sollte dennoch nicht blind vertrauen. Zum einen, weil die Übersetzung manchmal eben doch nicht stimmt – Probleme können sich z.B. in der Zuweisung von direkten und indirekten Objekt ergeben, manchmal wird auch die Referenz von Personalpronomen auf andere Textteile nicht erkannt.

    Wichtig ist es auch, keine personenbezogenen Daten einzugeben – DeepL verbietet das im übrigen auch in der eigenen Datenschutzerklärung! Hierfür muss man wissen, dass jeder einzelne eingegebene Text in DeepL den Übersetzungsalgorithmus verbessert, anders als es bei der statistischen maschinellen Übersetzung der Fall wäre. Dafür müssen die eingegebenen Texte aber gespeichert werden. Und das ist datenschutzrechtlich natürlich höchst problematisch. Es ist auch unklar, inwiefern die Informationen nicht doch weitergegeben werden und so auch Geschäftsgeheimnisse verraten werden können (z.B. Drittmittelanträge). Der BDÜ und ADÜ Nord – die beiden größten Berufsverbände für Übersetzer_innen und Dolmetscher_innen – warnen sehr klar und deutlich vor dieser Gefahr.

    • NF

      Sehr geehrte Frau Prof. Dr. Kluge,

      vielen Dank für Ihre Hinweise zum Datenschutz von DeepL. Was würden Sie Nutzenden denn raten, die eine Übersetzung benötigen?

      Mit vielen Grüßen,
      Ninon Frank

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